Serie: Was macht eigentlich ein …? Berufe im Porträt

Zweiter Wohnsitz Autobahn

Rechts abbiegen. In 100 Metern haben Sie Ihr Ziel erreicht!“ Jürgen Böhm (49) möchte sein Navigationsgerät nicht mehr missen, wenn er mit seinem Dienstfahrzeug quer durch Hessen und teilweise durch das Rheinland unterwegs ist. Das Autofahren gehört für den Vertriebsbeauftragten Indirekter Vertrieb und Service GK der Telekom Deutschland GmbH ebenso zu den täglichen Aufgaben wie das Telefonieren, die persönliche Beratung und die Kundeninformation. Zu seinen Kunden zählen etwa hundert Händler, die Handys, Telefone und Mobilfunkanschlüsse vertreiben. Die Topprodukte sind momentan das iPhone, der Black Berry und Netbooks. „Als ich 1976 meine Ausbildung als Fernmeldehandwerker beim Fernmeldeamt Darmstadt begann, dachte ich nicht, dass ich ein so bewegtes Berufsleben haben werde“, sagt Böhm mit einem Schmunzeln. Damals gehörten Kabellöten, Entstören und auf Masten klettern zum Tagesablauf.

Das ist für Böhm Vergangenheit. Er arbeitete sich vom Handwerker zum Innendienstbeamten hoch, der Kabellinien plante, Bauprojekte vorbereitete und mit Katasterämtern verhandelte. 1991 ging es dann in den örtlichen Geschäftskundenvertrieb. Die jahrelange Erfahrung im gesamten Telekommunikationssegment brachte ihn schließlich zur Schulungsabteilung. Bundesweit qualifizierte er Vertriebsmitarbeiter und Händler – dazu war er per Auto quer durch Deutschland unterwegs. Die durchschnittliche jährliche Kilometerleistung des zweifachen Familienvaters liegt auch heute noch bei etwa 70.000 Kilometern.

Böhm hat ausgerechnet, dass er bisher mehr als eine Million Kilometer beruflich abgespult hat. Sein Vater brachte es übrigens auf mehr als doppelt so viele Kilometer, er war Postbusfahrer. Allerdings: Ein Fahrsicherheitstraining hat Vielfahrer Böhm bislang noch nicht absolviert. Doch das wird nachgeholt. Die UK PT hat bereits zugesagt, die Kosten des Trainings zu übernehmen.

Seit 2006 ist der 49-Jährige Vertriebsbeauftragter Handel. „Ich berate nicht nur die Händler in allgemeinen Fragen rund um unsere vielfältigen Produkte sondern versuche sie auch zu unterstützen, damit sie betriebswirtschaftlich erfolgreicher sind“, erzählt er. Böhm assistiert Händlern bei der Kalkulation von Angeboten für Unternehmen oder begleitet sie in Verhandlungsgesprächen, wenn ein Betrieb beispielsweise eine neue Telekommunikationsanlage einführen möchte. Auch wer Innovationsmöglichkeiten ausgearbeitet haben möchte oder komplette individuelle Businesslösungen benötigt, ist bei Jürgen Böhm richtig. So ist er ein gern gesehener Partner bei den Händlern. Sascha Eckert von ComConnect bestätigt: „Dank der kompetenten Beratungen von Herrn Böhm bin ich immer auf dem neuesten Wissensstand. Und das ist existenziell für uns Händler, denn der Telekommunikationsmarkt verändert sich ständig und dies rasant schnell.“

In seiner Freizeit lässt sich der Vielfahrer gerne auf nur ein PS reduzieren. Jürgen Böhm findet auf dem Rücken seines Pferdes den Ausgleich zum engagierten Berufsleben – und eine Alternative zur Autobahn. „In der Natur durch Wald und über Wiesen zu reiten, ist für mich Entspannung und hält mich körperlich fit.“

Ein männlicher Büroangestellter, der sich neben der Arbeit nicht sonderlich viel sportlich betätigt, sollte etwa 2200 Kalorien pro Tag aufnehmen – etwa 1000 weniger als jemand, der körperlich gefordert wird. Bei Frauen unter den gleichen Umständen liegen die Richtwerte für die Energiezufuhr nur bei etwa 1900 Kalorien. Um diese Energiezufuhr zu erhalten, sollte die Energieaufnahme über den Tag hinweg auf mehrere Mahlzeiten gut verteilt werden.

Weg mit den Süßigkeiten! Natürlich sind ab und zu kleine Naschereien gestattet. Wer aber täglich von Kollegen mit Süßem versorgt wird oder sich selbst eine „Naschschublade“ zulegt, um bei Stress und Ärger immer etwas griffbereit zu haben, schadet sich langfristig. Wer auf Süßes nicht verzichten mag, kann ein Stück Schokolade hin und wieder nach dem Mittagessen zu Tee oder Kaffee als „Nachtisch“ und dann auch ganz bewusst genießen.

Bild: Jürgen Böhms Arbeitsplatz: das Auto.

Vertriebsbeauftragter Jürgen Böhm (links) beim Kunden Sascha Eckert.

Alternativen schaffen ist wichtig! Zum Beispiel, indem Obststückchen gezielt vorbereitet werden. Erfahrungsgemäß wird bei gewaschenen Kirschen oder Erdbeeren, kleingeschnittener Ananas oder Melone gerne zugegriffen, wenn es ansprechend angeboten wird. Auch die Abwechslung spielt hierbei eine Rolle. Wer jeden Tag einen Apfel zur Arbeit mitnimmt, der lässt ihn oft liegen. Aber auf frisches und aromatisches Saisonobst hat man meistens Appetit.

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete! Wer bewusst fürs Büro einkauft, zum Beispiel Joghurts, Milchmischgetränke und Co., hat gute Kalziumlieferanten erwischt – und die perfekte Zwischenmahlzeit. Stets die fettarme Variante bevorzugen.

Wichtig ist es auch, ausreichend und oft Flüssigkeit zu sich zu nehmen – mindestens 1,5 Liter pro Tag, eher mehr. Die Faustregel lautet: etwa 30 bis 40 Milliliter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Sonst drohen Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und eine allgemein verringerte körperliche Leistungsfähigkeit.