Autofahren trainieren?

Moderne Trainingsmethoden für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Foto zur Auflockerung: Auto auf nasser Trainingsstrecke Sicherheit lässt sich üben. Im Bereich der Fahrzeug- und Verkehrssicherheit gibt es ein großes Angebot an Trainingsmethoden und -arten. Dass sie tatsächlich etwas bringen, zeigen Untersuchungen.

Das Fahrzeug-Sicherheitstraining ist keine zweite Fahrschule; und wer sich hier einen Schnellkurs zum Rallyefahrer erwartet, wird schnell enttäuscht. Diese Trainings bilden - und deshalb werden sie seit 1997 von der UK PT auch finanziell unterstützt - einen wirksamen Teil unserer Präventionsarbeit. Der Vorteil des Trainings: Sicherheitsgerechtes Verhalten wird hier nicht theoretisch vermittelt, sondern im wirklichen Geschehen praktisch eingeübt. Falsches Verhalten, wie es sich im Alltag eingeschliffen hat, wird in der Situation hautnah erfahrbar. Richtige Reaktionen werden geübt und perfektioniert.

Fahrzeug-Sicherheitstrainings

Trainiert wird hier im Pkw, im Frachtfahrzeug, im Lkw und in Einzelfällen auch auf dem Motorrad. Gefahren erkennen, Gefahren vermeiden und üben der Fahrtechnik, um Gefahren zu mindern oder zu bewältigen, sind die Ziele der Trainingseinheit. Erfahrene Moderatoren sind die Trainer. Sie achten darauf, dass die Praxisorientierung und der direkte Bezug zur Verkehrswirklichkeit immer im Vordergrund stehen.

Je nach Fahrpraxis nehmen die Teilnehmer Unterschiedliches vom Kurs mit. Grundsätzlich eignen sie sich aber für jeden Verkehrsteilnehmer:

  • Führerschein-Neulinge
  • junge Fahrer/Fahrerinnen mit ein- bis zweijähriger Fahrpraxis
  • Fortgeschrittene
  • Routiniers und Viel-Fahrer
  • "Umsteiger" (bei einem neuen Fahrzeug mit für den Fahrer noch neuer Technik: ABS, Allradantrieb, Antischlupfregelung usw.)
  • Senioren

Anders als im Sport kann man Trainingserfolge im Bereich Sicherheit nicht einfach messen. Aus der Unfallstatistik lassen sich keine Aussagen ableiten, zu viele unterschiedliche Faktoren spielen hier eine Rolle. Eine statistisch aussagekräftige Untersuchung der jährlich 100 000 Trainingsteilnehmer über Jahre hinweg ist praktisch und finanziell kaum durchführbar. Dennoch wurde in drei unabhängig von einander durchgeführten Untersuchungen die positive Wirkung der Fahrer-Trainings des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) nachgewiesen. Aus der Sicht der Prävention besonders wichtig: Das Training schlägt sich nicht nur in verbesserter Fahrtechnik nieder; auch eine realistischere Gefahreneinschätzung und eine Sensibilisierung der Gefahrenwahrnehmung waren nachweisbar. Und schließlich: Unerwünschte Wirkungen des Trainings - wie z.B. Ermunterung zu riskantem Fahren - konnten keine nachgewiesen werden.